Mittwoch, 18. Dezember 2013

Einsparen, statt Ausgeben - Neues Denken schafft neue Chancen

Einsparungen forcieren, statt Ausgaben erhöhen zeigt sich insbesondere in den Bereichen Stress und Burnoutprävention, sowie der Prävention psychosozialer Erkrankungen als sinnvoll und nachhaltig effizient, ist doch die Zahl der psychoneurotisch Erkrankten in der EU  bereits 2011 schon auf 81 Millionen, die Kosten von 796 Milliarden Euro verursachen,  gestiegen. 

In Österreich belaufen sich die möglichen Einsparungspotentiale bereits auf nahezu 10 Milliarden Euro. Bei Verhinderung von nur 10% der Neuerkrankungen  in diesem Segment, können in Österreich folgende nachhaltig wirksame Erfolgspotentiale generiert werden:

  • Lukrieren eines Einsparungspotentiales von mindestens 1 Milliarde Euro
  • Reduktion der Neuerkrankungen durch flächendeckend sinnvolle Information und nachhaltige Präventionsmaßnahmen.
  • Damit Erhöhung der Betreuungsqualität der Erkrankten -der Arzt hat mehr Zeit für den Einzelnen.
  • Stopp den weiteren Erhöhungen von Arzt und Rezeptgebühren
  • Reduktion der 2 Klassenmedizin
  • Eine Roadshow durch alle österreichischen Gemeinden zeigt den Unternehmern und Mitarbeitern, Politik, NGO´s und GO´s auf ,wie sie die Einsparungspotentiale von derzeit rd. 10 Milliarden Euro bei psychosozialen Erkrankungen lukrieren können
  • Reduktion der  stressbedingten Leistungseinbußen von rd. 16 % des BIP in der Wirtschaft ohne Abbau von Arbeitsplätzen.
  • Schaffung von neuen Arbeitsplätzen gerade im Gesundheitsmarkt
  • Nachhaltige Verbesserung der Pflegesituation in Österreich, durch länger gesund und motivierter arbeitende Miutarbeiter
  • Stufenweises Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters durch gesunde und motivierte Mitarbeiter
  • Entwickeln von neuen und zeitangepassten Arbeitszeitmodellen
  • Nutzen der BIS  Business Intelligence Software zur Feststellung der berufsgruppenspezifisch betrieblichen Einsparungspotentiale in den Bereichen Stress und Burnoutprävention
  • Nutzen der Wertschätzungsstudie der Business Doctors zur Reduktion von innerlichen Kündigungen und Jobwechsel - Wünschen von zwischenzeitlich bereits 89%
Bei Reduktion von nur 10% der Neuerkrankungen in dem Segment der psychoneurotischen Erkrankungen könnte in Österreich ein völlig neues Gesundheutsbewustsein etabliert werden. Durch Umschichtung eines Teils  der eingesparten Gelder in das Bildungsressort,  kann die weit überfällige Verbesserung der  Asbildungssituation in Österreich nachhaltig angehoben werden.  Darüber hinaus wird auch hier, wie die von Gallup Karmasin und den Business Doctors erstellte Studie, die  Zusammenhänge zwischen Bildung und Krankenständen untersucht hat, eindeutig die Zahl der Neuerkrankungen reduziert.




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Dienstag, 17. Dezember 2013

Acht Fakten zur Meditation: Wie man mit Meditation Stress, Ängste ,Burnout und Schmerzen besiegen kann.

Wie Sie die Mitte Ihres Lebens wiederfinden

Das Chaos im Kopf beseitigen, Stress vorbeugen und die Lebensqualität steigern – Meditation soll gegen eine ganze Reihe von Gesundheitsproblemen helfen.
So wirkungsvoll ist das Training aus Fernost.

Wer über mehrere Jahre meditiert, 
dessen Lebensqualität steigt und Beschwerden nehmen deutlich ab 

(Colourbox)
Manchmal geht es in unserem Gehirn zu, als würde eine Horde Affen darin herumrennen. 
Der eine brüllt: „Vergiss nicht den Brief heute einzuwerfen“, der andere: „Um fünf hast du einen Termin beim Arzt“, der nächste: „Du musst noch das Geschenk für Anne kaufen.“ 

Am Abend weiß mancher nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Das Gehirn steht unter Dauerspannung. Wer mit dem Handy telefoniert, kauft währrenddessen noch schnell eine Zeitung am Kiosk an der Ecke ein. Nebenbei läuft das Gehen und das Schlürfen am Kaffee schon ganz automatisch ab – wie so viele Dinge im Alltag. „Meditation stoppt solche Automatismen“, erklärt Anna Paul, Gesundheitspädagogin an den Kliniken Essen-Mitte.

Seit etwas mehr als zehn Jahren ist das Forschungsinteresse an Meditationen gestiegen. 
Studien belegen, dass die Geistes Übungen auf körperlicher, ebenso wie auf seelischer und geistiger Ebene wirken. So sollen sie auf Immunsystem und Selbstheilungsprozesse des Körpers Einfluss nehmen, auf Herz-Kreislauf-Probleme, Burnout und hohen Blutdruck. Sie verändern auf lange Sicht Strukturen im Gehirn, verhelfen zu einem besseren Lebensgefühl, sollen Konzentration und Aufmerksamkeit steigern. 
Trotzdem stehen der Meditation immer noch viele kritisch gegenüber. 

FOCUS Online macht den Fakten-Check.


Fakt 1: Meditation hilft bei psychischen Störungen, chronischen Schmerzen und Krebs

Als Wissenschaftler anfingen, Meditation zu erforschen, stellten sie fest, dass die Geistesübungen physiologische Parameter verändern, etwa den Blutdruck. 
Heute ist bekannt, dass Patienten ihre Symptome durch Meditationen selber beeinflussen können. Wer chronische Schmerzen hat, zu Angst oder Depressionen neigt, dessen Probleme verstärken sich unter Stress. Stress kann Blutgefäße verengen, Entzündungen begünstigen und das Immunsystem angreifen. „Solchen körperlichen Reaktionen kann Meditation entgegenwirken“, sagt Anna Paul.

Nachgewiesen sind positive Ergebnisse des Achtsamkeitstrainings bei chronischen Schmerzen, Krebs, koronaren Herzerkrankungen und chronisch psychischen Störungen. 

Studien zeigen, wer über mehrere Jahre meditiert, dessen Lebensqualität steigt, Beschwerden nehmen hingegen deutlich ab. Grund dafür ist, dass bestimmte Achtsamkeitsmeditationen dazu beitragen, das Angstzentrum im Gehirn zu verkleinern. Das Stressempfinden ist nicht mehr so groß, der Meditierende grübelt weniger, empfindet mehr Empathie und fühlt sich wohler. Für psychisch kranke Menschen, die etwa unter einer Angststörung, dem Borderline-Syndrom, oder unter Depressionen leiden, kann Meditation daher sinnvoll sein.

„Meditationen können Ängste und Schmerzen im Zaum halten“, erklärt Paul. Das heißt jedoch nicht, dass sie dadurch vollständig ausheilen und der Patient keine Beschwerden mehr hat. Für den Erfolg stehe aber oft gar nicht der reduzierte Schmerz im Vordergrund: „Vielmehr geht es um den akzeptierenden Umgang damit und einen wertschätzenden, lebensbejahenden und ressourcenstärkenden Lebensstil“.

Fakt 2: Religiöse Wurzeln – moderner weltlicher Kontext


Die Wurzeln der Meditation liegen in verschiedenen Religionen. Sie kommen aus fernöstlichen Glaubensrichtungen, wie dem tibetischen Buddhismus, in dessen Mittelpunkt Erleuchtung und Weisheit stehen. Yoga, eine besondere Art der Meditation, stammt aus dem Hinduismus. Aber auch Christentum, Judentum und Islam greifen auf diese Geistesübung zurück, um Verbundenheit mit Gott zu erlangen. Die ursprünglich spirituellen Praktiken arbeiten unter anderem mit Atem-, Konzentrations- und Körperübungen, mit Gebeten oder Tänzen.

Eine neue Form der Meditation entwickelte in den 1980er-Jahren der Arzt Jon Kabat-Zinn. Die Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), übersetzt: „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“, will den Menschen dazu bringen, Angst und Schmerz zu akzeptieren statt sie zu bekämpfen. „MBSR ist eine säkularisierte Form der Meditation“, sagt Anna Paul. Der Meditierende wendet zwar traditionelle Techniken der Meditation an, in einen religiösen Kontext steht sie in der Regel aber nicht mehr. 
Wer MBSR trainiert, übt in allen möglichen Lebenslagen achtsam zu sein: 
wenn er isst, spricht, zuhört und im Umgang mit eigenen Gefühlen und Gedanken. So soll der Mensch den gegenwärtigen Moment für sich wahr- und annehmen lernen.

Fakt 3: Studien belegen Veränderungen im Gehirn durch Meditation


Das Gehirn hat Bereiche, die für positive Emotionen, für Glück und Freude zuständig sind. Häufiges Meditieren soll die Aktivität in diesen Gehirnbereichen verbessern können und so die Selbstheilungskräfte des Körpers in Gang setzen. 
Das Angstzentrum hingegen soll regelmäßiges Training verkleinern. 
Wissenschaftler fanden außerdem mehr graue Substanz im Gehirn häufig meditierender Menschen. Die graue Hirnsubstanz spielt eine Rolle bei verschiedenen Krankheiten, wie etwa Depressionen oder Alzheimererkrankungen. Positive Zusammenhänge entdeckten Forscher zudem zwischen Meditation und Gedächtnisfunktionen sowie Aufmerksamkeit.

Fakt 4: Meditation setzt früher an als andere Entspannungstechniken

„Entspannungstechniken wie autogenes Training lösen Entspannungsantworten aus, wenn jemand unter Stress steht“, sagt Anna Paul. Meditation hingegen setzt einen Schritt vorher an. Sie versucht Stress im Alltag zu vermeiden. 

Der Mensch soll erst gar nicht in Verspannungssituationen hineingeraten und mit schwierigen Situationen im Alltag besser zurechtkommen. „Viele Leistungssportler können das bereits“, sagt Paul. Sie müssen eine hohe Disziplin haben, dürfen sich während eines Wettkampfs nicht von ihren Gefühlen überwältigen lassen. Meditation kann helfen diese Disziplin zu erlangen. Sie kann dazu beitragen, in kritischen Situationen die Nerven zu behalten und optimistischer aufzutreten.

Fakt 5: Fokussieren und defokussieren als zentrale Mechanismen

Meditierende wenden zwei Mechanismen an, um sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Wenn die Gedanken ungeordnet durch den Kopf rasen, kann es helfen, wenn der Stressgeplagte sich einmal bewusst danebensetzt und sie sich einfach anhört, ohne darauf zu reagieren. Bei der defokussierenden Meditation nimmt der Meditierende den Gedankenwust und seine Gefühle wahr, ohne sie zu be- oder verurteilen. Er lässt die Gedanken einfach an sich vorbeiziehen.

In der zweiten Meditationsform geht es um das genaue Gegenteil: die Fokussierung. 
Der Meditierende soll den Fokus aus der Verstreuung nehmen, sich auf etwas Bestimmtes konzentrieren, etwa auf seine Atmung, ein Mantra oder auf eine Kerze. „Er kann seine Aufmerksamkeit auch auf Musik lenken“, sagt Paul. 
Wichtig für die fokussierende Meditation sei, dass der Übende sich auf eine Sache konzentriere, der er uneingeschränkte Beachtung schenke. Wenn es dann an der Nase juckt, nimmt der Meditierende das zwar wahr, soll sich dadurch aber nicht dazu verleiten lassen, an der Nase zu kratzen. Stattdessen soll er seine Gedanken dem Meditationsobjekt immer wieder bewusst zuwenden.


Fakt 6: Meditation hilft bei der Suchtentwöhnung

Raucher sollten sich auch auf die Meditationsmatte setzen – das ergab eine erste
Studie der Carnegie Mellon Universität in den USA. 
Die amerikanischen Wissenschaftler stellten fest, dass Achtsamkeitstraining helfen kann, Abhängigkeiten unter Kontrolle zu bekommen. 
Die Forscher untersuchten die Gehirne von 47 Raucher mit Hilfe von Magnetresonanztomographie während sie den Probanden zum einen Bilder zeigten, die im Zusammenhang mit dem Thema Rauchen standen, und zum anderen neutrale Bilder. 

Sie fanden heraus, dass Achtsamkeitsübungen das Verlangen zu rauchen verändert, indem sie die Aktivität der Nervenzellen in einer Gehirnregion vermindern, die mit Sucht in Verbindung gebracht wird. 
Zudem sollen die Übungen die funktionale Zusammenarbeit zwischen bestimmten Gehirnregionen verschlechtern, die mit Sucht in Zusammenhang stehen. 
Die Forscher sahen ihre Arbeit als einen ersten Hinweis darauf, dass Achtsamkeitstraining helfen kann die subjektiven und auch neuronalen Reaktionen auf Rauchanreize bei Rauchern zu vermindern. Achtsamkeitsübungen zusätzlich zu einer Entzugstherapie könnten hilfreich sein, meint auch Anna Paul.

Fakt 7: Meditation braucht Übung

Meditation funktioniert meist nicht beim ersten Mal. 
„Der menschliche Geist ist wie ein wildes Tier, das erst gezähmt werden muss“, sagt Anna Paul. Nur durch Übung wird er kontrolliert. Beginnt ein Mensch mit Meditation, kann er zunächst unruhig werden oder das Meditieren erscheint ihm langweilig. 
Erst nach einer gewissen Zeit setzt die Entspannung ein, der Meditierende wird konzentrierter und achtsamer.

Körperliche und mentale Beruhigung treten schon nach wenigen Wochen ein. „Wenn jemand im Schnitt 20 Minuten pro Tag meditiert, können sich nach acht Wochen bereits Strukturen seines Gehirns verändert haben“, sagt Anna Paul. 
Einen genauen Zusammenhang, wie lang und häufig Meditation angewendet werden muss, um eine Wirkung zu sehen, kennen Forscher heute noch nicht. Wichtig sei, dass Menschen, die mit Meditation beginnen wollen, sich konzentrieren und einer Anleitung folgen können und Geduld und Entschlossenheit mitbringen.

Es existieren viele Formen der Meditation. Welche für wen geeignet ist, muss der Meditationsschüler zunächst mit seinem Lehrer durch ein ausführliches Gespräch herausfinden. So könnten visuell veranlagte Meditierende gut mit inneren Bildern arbeiten, sagt Paul. 
Für Menschen, die sich gerne bewegen, sei Yoga gut geeignet, auditiv Veranlagte könnten sich mit Gesängen beschäftigen und im Mittelpunkt der Übungen kognitiver Menschen könne die Gedankenkontrolle stehen.

Fakt 8: Krankenkassen bezuschussen einige Meditationsformen

Meditation als solche ist im Leistungsverzeichnis der Krankenkassen meistens nicht zu finden. 
Im Rahmen der Gesundheitsförderung übernehmen viele Kassen allerdings Kosten für Stressreduktions- und Entspannungskurse, etwa autogenes Training, Kurse zur progressiven Muskelentspannung oder Yoga. 
Auch für Angebote, die Meditation beinhalten – neben Yoga auch MBSR und Qigong – würden die Kosten häufig übernommen, weiß Paul.


Artikel link: FOCUS Online
Autorin Lisa Kleine
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Montag, 16. Dezember 2013

Burnout vermeiden: Arbeit - Lust oder Frust?

Viele fühlen sich von den steigenden Anforderungen im Job gestresst. 
Doch es gibt Wege, die Arbeit zu genießen.

Weihnachten könnte eine willkommene Auszeit vom Arbeitstrott sein, doch in einer aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse (TK) gaben 30 Prozent der Befragten an, dass sie die Zeit vor den Feiertagen stresst1. Jedem Zehnten treibt bereits der bloße Gedanke an die anstehenden Weihnachtsvorbereitungen den Angstschweiß auf die Stirn.

Am Arbeitsplatz ist die Situation keineswegs besser:
Zu oft erweist sich die viel beschworene Work-Life-Balance als Märchen.
 

Firmen schreiben zwar gerne in ihre Hochglanzbroschüren, dass Arbeit und Freizeit im Gleichgewicht sind und sich Familie und Karriere mühelos verbinden lassen, doch gleichzeitig drücken sie ihren Angestellten ein Smartphone in die Hand, damit sie auch am Wochenende "nur für Notfälle" erreichbar sind. 
Ganz nebenbei senken die Firmenlenker ihre Kosten, indem sie die Aufgaben von fünf Mitarbeitern auf die Schultern von zweien packen.

Gefühlter Stress nimmt zu

Diese Widersprüche hinterlassen Spuren. Wie die TK-Studie zeigt, nahm das subjektiv empfundene Stress-Niveau zu. Zwei von drei Befragten gaben an, dass ihr Leben heute stressiger sei als vor 15 oder 20 Jahren. 
Ein zu großes Arbeitspensum ist der am häufigsten genannte Belastungsfaktor am Arbeitsplatz, gefolgt von Termindruck und Hetze
Außerdem fühlen sich mehr als sechs von zehn Berufstätigen von den ständigen Unterbrechungen gestört, und vier von zehn beklagen sich über die Informationsflut in Form von Anweisungen oder E-Mails. Etwa 20 Prozent stören die ständige Erreichbarkeit sowie zu wenig Handlungsspielraum.

Ulrich Renz seziert in seinem Buch "Die Tyrannei der Arbeit" genau dieses Phänomen. 

Während unsere Väter noch mit Thermoskanne und Stullen zur Arbeit gingen und abends wirklich Feierabend machten, verwischen heute die Grenzen. In vielen Branchen ist es üblich, das Feierabendbier mit den Kollegen zu trinken und ansonsten immer erreichbar zu sein. 

Auch der Segen der technischen Gadgets, die das Leben erleichtern, verwandelt sich manchmal in einen Fluch, nämlich dann, wenn die Eigentümer nicht den Aus-Schalter finden, "mit dem die Geräte erstaunlicherweise immer noch serienmäßig ausgestattet sind", wie der Autor ironisch anmerkt. Renz predigt keineswegs das Nichtstun, doch er liefert genug Material, die modernen Arbeits- und Karriere-Mechanismen zu überdenken.

Thomas Vašek, Buchautor: " Wir brauchen Arbeit für ein gutes Leben."
Foto: Thomas Vašek
Bleibt von der vielzitierten Work-Life-Balance nur heiße Luft übrig? 
Oder ist es sowieso Unfug, zwischen Arbeit und Leben zu trennen, wie Thomas Vašek, Chefredakteur des Philosophie-Magazins "Hohe Luft" in seinem Buch "Work-Life-Bullshit. Warum die Trennung von Arbeit und Leben in die Irre führt" behauptet? 
"Wir brauchen Arbeit für ein gutes Leben" 
lautet die schlichte und gleichzeitig überzeugende These des Autors.

Artikel link: Computer Woche DE
Autor(en):Ingrid Weidner
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Burnout - Erschöpft vom Leben (DOKU-video)

Er ist nicht nachweisbar, und es gibt keine klare medizinische Definition. Trotzdem ist Burnout zur allgegenwärtigen Diagnose geworden. Ärzte und Kliniken verdienen damit Milliarden. 
Doch Burnout wird oft vorschnell diagnostiziert - auch auf Wunsch der Patienten.

Klar ist: 
Der Anforderungsdruck im Alltag und am Arbeitsplatz steigt ständig. Zunehmend entstehen Gefühle der Überforderung und Resignation. 


Immer mehr Wissenschaftler aber sagen: 
Die wahren Ursachen dafür werden zu oft übersehen. 
Was also ist Burnout und gibt es ihn überhaupt?
"Faszination Wissen" spürt einem rätselhaften Phänomen nach und fragt, welche konkreten Hilfestellung und Lösungen es gibt. 
Wie ändert man aktiv seinen Lebensstil? 
Können bewusstes Innehalten, Qigong, Meditation und Entlastung vom Konsum- und Medienstress helfen? Wie entschleunigt man richtig und beugt damit Risikofaktoren vor?


"Faszination Wissen" ist eine 30-minütige Wissenssendung, in der jede Woche einer aktuellen und spannenden Frage aus der Wissenschaft nachgegangen wird. Moderator Gunnar Mergner nimmt die Zuschauer mit in die Welt der Forscher und Experten, wenn er Antworten sammelt, die er im Studio zusammenführt. Dabei wägt er konträre Meinungen gegeneinander ab, stellt kritische Fragen und erkundigt sich auch da, wo die Forschungsergebnisse schließlich zum Einsatz kommen.


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Sonntag, 15. Dezember 2013

"Zeitbombe" Präsentismus - Krank am Arbeitsplatz produziert Kosten

Artikel link: DiePresse.com

Durch "Präsentismus" entsteht ein höherer Schaden für Beschäftigte und Wirtschaft als durch Abwesenheit, ergibt eine von der AK beauftragte Studie.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich lässt das Phänomen, dass rund 40 Prozent der Beschäftigten trotz Krankheit zur Arbeit gehen, erforschen. Eine mit Stipendien geförderte Diplom- sowie eine Masterarbeit der Linzer Kepler Universität und der Fachhochschule Krems haben jetzt ergeben, dass durch "Präsentismus" - so die wissenschaftliche Bezeichnung - Schaden sowohl für die Beschäftigten als auch die Unternehmen entsteht.


Die beiden Studenten Gisela Singer und Wolfgang Piermayr betrieben Literaturrecherchen und befragten AK-Mitglieder sowie Mitarbeiter eines nicht näher genannten städtischen Schwerpunktspitals. Ausgerechnet beim Krankenhauspersonal ist der Präsentismus höher als in anderen Berufsbereichen. 

Die Studienautoren fanden die Vermutung bestätigt, dass fehlende Vertretung im Krankenstand, Anreizsysteme für Anwesenheiten, hohes Engagement für den Job und eine gute Beziehung zu den Kollegen das Verhalten, krank zur Arbeit zu gehen, verstärken. Die Angst vor Konsequenzen wie Arbeitsplatzverlust sei ebenfalls ein Beweggrund. Das käme kurz- und mittelfristig den Unternehmen zugute.

Langzeitfolgen werden übersehen.

Präsentismus sei aber eine "Zeitbombe", was den Betroffenen vielfach nicht bewusst sei. Sie würden durch ihr Verhalten langfristig ihre Gesundheit gefährden und damit ihren Arbeitsplatz - was sie eigentlich vermeiden wollten. 

Denn es gebe einen signifikanten Zusammenhang mit gesundheitlichen Langzeitfolgen wie Burn-out und erhöhtem Herzinfarktrisiko. Internationale Studien würden belegen, dass die Folgekosten von Präsentismus höher seien als jene von Abwesenheit. Die Arbeitsqualität sinke, die Fehleranfälligkeit steige ebenso wie die Unfallgefahr. Es bestehe das Risiko eines späteren Ausfalls, der erheblich länger dauern könne.

Der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich Johann Kalliauer will keine Schuldigen für das Phänomen suchen, aber Problembewusstschein bei Beschäftigten und Unternehmen schaffen. Weil das Thema in der heimischen Forschung noch ein blinder Fleck sei, sollte sie in diese Richtung vorangetrieben werden. Darüber hinaus tritt er unter anderem für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen, ausreichende Bemessung von Personal und das Verbot von Anreizsystemen für Anwesenheit trotz Krankheit - beispielsweise Gutscheine und Prämien für Mitarbeiter, die das ganze Jahr nicht in Krankenstand gehen - ein.


Eine Gallup-Studie vom November 2012 hatte aufgezeigt, dass die heimische Volkswirtschaft pro Jahr sieben Milliarden Euro durch psychosoziale Erkrankungen verliere – vier davon betreffen Unternehmen, die durch Produktivitätsverlust und Krankenstandstage der Mitarbeiter Geld verlieren.


Lesen Sie hier weiter zum Thema:

12,8 Tage Krankenstand pro Arbeitnehmer im Vorjahr

Die Zahl der Krankenstände ging im vergangenen Jahr leicht zurück. Laut Hauptverband war ein Arbeitnehmer im vergangenen Jahr statistisch gesehen 12,8 Tage krankgemeldet. Frauen sind öfter krank als Männer.

Jeder zweite Manager klagt über Stress

In der Schweiz haben sich prominente Führungskräfte das Leben genommen. In Österreichs Unternehmen werden psychische Probleme meist totgeschwiegen.

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Freitag, 13. Dezember 2013

Überstunden, Stress und Bluthochdruck: Anleitung zur Selbstausbeutung

Bezugnehmend auf die Stress- Burnout- und Arbeitsbelastungsstudie die die Business Doctors mit dem Institut Gallup Karmasin durchgeführt haben, wollen wir Ihnen heute diesen Artikel von dem CIO Portal besonders nahelegen.

Diese von Professor G. Günter Voß in diesem Zusammenhang getätigten Ausführungen betreffen aber nicht nur die IT - Branche ,sondern gelten nahezu für Alle im Berufsleben Stehenden.
Berufsgruppenspezifische Studien der Business Doctors , sowie Infos zu dem Themenbereich Erfolgs- und Einsparungsfaktor Prävention - kostenlose Info unter www.business-doctors.at 

Wir freuen uns wenn Sie dazu auch Kommentare senden, oder selbst einen Artikel einbringen.

Mit lieben Grüßen und einem stressfreien Tag
Ihre Business Doctors


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Original Artikel link: CIO.de
Autor: 


Immer häufiger erkranken IT-Entscheider an Burnout.
Höchste Zeit, dass sie sich wieder von der Arbeit abgrenzen, meint Soziologie-Professor Voß.


Immer mehr in immer weniger Zeit soll zu schaffen sein.
Foto: nikkytok, Shutterstock.com
Vor allem die IT ist betroffen: Viermal so häufig wie andere Branchen1 erkranken IT-Führungskräfte an Burnout. Laut einer Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen2 sind 57 Prozent der Berufsanfänger und jungen Projekt-Manager in der IT-Branche gefährdet, an Burnout zu erkranken. Besserung ist erst einmal nicht in Sicht. "Seit etwa drei bis vier Jahren verzeichnen wir eine drastische Steigerung an Krankschreibungen aufgrund psychischer, vor allem depressionsähnlicher Symptome, darunter zunehmend auch mit der Diagnose "Burnout", sagt Professor G. Günter Voß vom Institut für Soziologie, Industrie- und Techniksoziologie der TU Chemnitz3. "Das passiert inzwischen so häufig, dass man es fast nicht glauben kann", sagt er.

Kein Tabu mehr

Warum genau die Zahl der Burnout-Erkrankten oder von Patienten mit ähnlichen Symptomen zugenommen hat, ist noch nicht abschließend geklärt. Einige Fakten sind allerdings bereits bekannt. "Einerseits hat die Bereitschaft der Betroffenen und der Gesellschaft im Allgemeinen zugenommen, über psychische Erkrankungen zu sprechen", meint Voß. "Es ist sehr positiv, dass sie enttabuisiert werden." Mehr Menschen gehen wegen Depressionen, Burnout und Co. zum Arzt. Doch dies allein könne den rasanten Anstieg der Fallzahlen nicht erklären.

Die Veränderung der Arbeitswelt spielt bei der Zunahme eine große Rolle: "Im Gegensatz zu früher hat die Arbeitsbelastung stark zugenommen4", sagt Voß. Vor allem IT-Fachkräfte kennen das. Immer mehr Projekte in immer weniger Zeit mit immer weniger Ressourcen müssen geschafft werden. "Die Arbeitsanforderungen steigen regelmäßig und damit steigt der Druck5", sagt der Soziologe. Zu dem Mehr an Stress kommt die Flexibilisierung der Arbeitswelt hinzu, die vor allem Selbstständige, aber auch Chefs vor große Probleme stellt. Experten sprechen in diesem Fall von "Dynaxität", der Mischung aus Dynamik und Komplexität, die stetig zunimmt. Dies fördert die Entstehung von Burnout.

Beutet euch aus!

Doch das Haupt-Stichwort heißt "Selbstausbeutung". "Je mehr Freiheit ich habe, desto mehr Druck mache ich mir selbst", sagt Voß. "Wenn ich keine Grenzen kenne, dann setze ich mir auch keine und höre nie auf zu arbeiten." Das äußere sich schließlich darin, dass jeder sich selbst bekämpfe: Man ist Ausbeuter und Ausgebeuteter in einem. "Heutzutage wissen viele nicht mehr, wann genug ist6", sagt der Soziologe.

Arbeitsforscher sprechen in so einem Fall von "Entgrenzung der Arbeit". Irgendwann ist man vom vielen Arbeiten so erschöpft, dass man keinen Ausweg mehr sieht. "Da kann man zwar eine Woche Urlaub machen - aber die Fallen, in denen man steckt, bleiben erhalten", sagt Voß. Eigentlich steht ein grundsätzlicher Wechsel des Lebensstils an, um eine psychische Erkrankung zu verhindern. Vor allem für Entscheider ist das kein leichter Schritt.

Professor G. Günter Voß forscht an Burnout in Unternehmen.
Foto: G. Günter Voß
Dass gerade Führungskräfte besonders häufig von Burnout betroffen sind, erklärt Voß so: "Sie stehen unter ständiger Beobachtung von allen Seiten, sowohl von Vorgesetzten als auch von Mitarbeitern." Die Sandwichposition des Managements ist gefährlich und führt zu hohem Druck7. "Je weiter man nach oben kommt, desto höher wird die Belastung, unter der man steht", sagt der Soziologe. Gleichzeitig sollten Führungskräfte nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Mitarbeiter schützen. "Sie müssen ihnen zum Beispiel klare und vor allem bearbeitbare Zielvorgaben geben und sie vor Selbstüberforderung warnen ", sagt Voß. Das verstärkt den Stress der Führungkraft, die die Kollegen nicht überfordern will.

Zu diesem Druck kommt gerade im IT-Bereich der ständige Wandel hinzu, der noch viel stärker als in anderen Fachbereichen zu Buche schlägt. Kein Wunder, dass der Burnout in höheren Etagen häufiger auftritt.

Auch Chefs brauchen eine Pause

Dabei wäre der erste Schritt, dem Burnout vorzubeugen, eigentlich recht einfach: "Gerade bei Führungskräften müsste es als professionell gelten, sich als Mensch mit Grenzen und Schwächen erkennen zu geben", sagt Voß. Auch ein Vorgesetzter müsse nach anstrengenden Projekten ausschlafen und Kraft schöpfen, um vollkommene Überarbeitung zu vermeiden.Entscheider können auch mit gutem Beispiel voran gehen: "Wenn der Chef sagt, dass auch er eine Pause braucht, dann hat das auchVorbildcharakter 8für die Mitarbeiter", sagt er. So kann eine Führungskraft gleich zwei Dinge parallel schaffen: Sich selbst mehr Zeit für die Entspannung und ein Vorbild für die Kollegen.

Obwohl so viele Menschen an Dauerstress leiden, wird Burnout oft als "Modediagnose" oder "Luxuserkrankung" abgetan. "Wenn man einmal jemanden erlebt hat, der so krank ist, der weiß, wie schwer ein Burnout sein kann", kann Voß dazu nur sagen. Die Verunglimpfung der Betroffenen mag daran begründet sein, dass die Symptome bei jedem anders auftreten.

Komplexe und diffuse Symptome

Jeder leidet anders unter Burnout.
Foto: Petronilo G. Dangoy Jr. _shutterstock.com
Bei einigen Erkrankten kommt der Prozess schleichend in Gang. Chronische Müdigkeit9 und Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Magen-Darm-Beschwerden und ständige Stresszustände sind nur einige der Symptome. Hinzukommen Depressionen, Gereiztheit und diffuse Ängste. "Bei jedem wirkt sich der konstante Stress anders auf den Körper aus", sagt Voß. Dies ist auch der Grund, warum Burnout immer noch keine eigenständige Diagnose ist. "Auf einem Überweisungsschein stehen oft mehrere Diagnosen, also Depression, Erschöpfung und so weiter." Jeder erlebe die Symptome anders - das heiße aber nicht, dass sie deswegen weniger schlimm seien.

Führungskräfte anders betroffen

Gerade bei Führungskräften unterscheide sich der Leidensweg oft von dem ihrer Mitarbeiter, meint Voß. "Sie arbeiten mit Vollgas, bis sie nicht mehr können und kippen dann von einem auf den anderen Tag um", erzählt er. "Viele Führungskräfte müssen so tun, als ob alles in Ordnung sei. Gestern war man noch fit, heute kommt man kaum noch die Treppe rauf." Lange wurden Symptome ignoriert oder weggeschoben, anstatt dass der Betroffene auf seinen Körper gehört hat. Wer so viel arbeitet und dann auch noch stolz darauf ist, dass er so erschöpft ist, kann die Symptome vielleicht auch gar nicht bemerken.

Oder er will es nicht: "Wenn ich arbeite bis zum Umfallen und regelmäßig Beta-Blocker gegen hohen Blutdruck oder Mittel zur Leistungssteigerung nehme, sollte ich doch eigentlich merken, dass etwas nicht stimmt", sagt Voß.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Einige Firmen versuchen, mit betrieblichem Gesundheits-Management gegen die Selbstausbeutung zu steuern, wie etwa die Otto Group mit ihrem Kurs zur Früherkennung von Burnout10. Das sei zwar lobenswert, meint Voß. "Aber die Wochenendseminare zur Meditation bringen wenig, wenn es am Montagmorgen wieder so weiter geht wie vorher", sagt er. Volkswagen versucht, die Mitarbeiter von Überstunden abzuhalten, indem die E-Mails ab 20 Uhr abgestellt werden. In der Theorie mag das ja eine gute Idee sein - nur die Umsetzung bereitet Schwierigkeiten, wie Voß weiß. "Wenn um 20 Uhr die Kollegen aus dem Büro geworfen werden, schleichen sie sich eben durch die Tiefgarage wieder rein. Sie finden auch Wege, das E-Mail-Verbot zu umgehen - das Projekt muss fertig werden", erklärt Voß. Er fordert, dass sich in Firmen grundsätzlich die Strukturen ändern müssten.

Zurück zur Stechuhr?

Um die Grenzen wieder in die Arbeit zurückzubringen, fordern einige Betriebsräte sogar wieder die Einführung einer Art Stechuhr - klar, dass sich die Firmen dagegen wehren. Ob das so sinnvoll ist, daran hat Voß seine Zweifel. "Ich glaube jeder Einzelne muss lernen, besser auf sich zu achten", sagt er. Er weiß, dass er damit Kritik erntet. "Aber jeder einzelne muss auf seinen Körper hören und frühzeitig die Symptome erkennen." Man müsse sich selbst Grenzen setzen. "Ich weiß, dass das schwer ist", gibt Voß zu. Wer große Probleme damit habe, sich Grenzen zu setzen, der könne diese Aufgabe auchdelegieren11. "Da muss man es zulassen, wenn Angehörige einem sagen, dass man zu viel arbeitet", sagt Voß. Im Zweifel ist eine Psychotherapie mit Medikamenten nötig, um die Erschöpfungserscheinungen wieder in den Griff zu kriegen.

Firmen müssen sich umstellen

Um wirklich etwas gegen Burnout zu tun, müssten Unternehmen die Strukturen ändern.
Foto: Rynio-Productions - fotolia.com
Dass diese Forderungen nach anderer Strukturen und anderen Unternehmenskulturen nicht einfach in die Realität umzusetzen sind, weiß auch Voß. "Welche Führungskraft hat denn tatsächlich die Weisungsbefugnis, einen Mitarbeiter nach einem sehr anstrengenden Projekt auch nach Hause zu schicken, damit er sich erholen kann?" Auch die Unternehmenskultur kann ein Problem sein: Wenn in Firmen eine Kultur der unbedingten Leistung gelebt wird, ist klar, dass vor allem Führungskräfte sich nicht als "schwach" darstellen lassen.

Dabei wäre es die höchste Priorität für Betriebe, den Burnout zu verhindern, ganz unabhängig vom menschlichen Schaden. Einerseits arbeiteten Menschen unter Druck schlechter, meint Voß. Die Qualität der Arbeit leidet genauso wie der Mensch. Andererseits kostet ein Totalausfall - zumal von Spezialisten oder Führungskräften - den Staat und das Unternehmen Unsummen. Laut einer Sudie summierte sich das zu etwa 60.000 Euro während eines sechsmonatigen Ausfalls.12 So schnell ist kein temporärer Ersatz für eine Führungskraft aufzutreiben. Und wer will langfristig in einem Unternehmen arbeiten, das seine Mitarbeiter zugrunde richtet? In Zeiten der umkämpften Fachkräfte können sich das nur wenige Unternehmen leisten.

Arbeiten ohne Augenringe

Immerhin, ein Wandel scheint sich abzuzeichnen. Obwohl noch immer zu viele Firmen den Druck weitergeben, wächst langsam das Bewusstsein, dass die Mitarbeiter das wertvollste Kapital sind. "Vor einigen Jahren sprach ich mit einem Personalverantwortlichen einer großen Firma, der sagte: Wer bei uns keine Augenringe hat, ist kein Leistungsträger", erzählt Voß. Eine solch menschenverachtende Haltung sei nicht mehr so häufig anzutreffen, sagt der Professor. "Die Unternehmen merken, dass da was schief gelaufen ist." Der Wandel kommt. Hoffentlich rechtzeitig.

Links im Artikel:

1 http://www.cio.de/healthcareit/aktuelles/2272621/
2 http://www.computerwoche.de/a/burnout-garantiert%2C2354590
3 http://www.tu-chemnitz.de/hsw/soziologie/institut/G_Guenter_Voss-80-162.html
4 http://www.cio.de/karriere/2904082/
5 http://www.cio.de/it_berater/nachrichten/2923018/
6 http://www.cio.de/email/2925312/
7 http://www.cio.de/karriere/2904082/
8 http://www.cio.de/karriere/personalfuehrung/2249016/
9 http://www.cio.de/karriere/2932827/
10 http://www.cio.de/karriere/personalfuehrung/2905842/
11 http://www.cio.de/karriere/2930366/
12 http://www.cio.de/karriere/2901441/

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Donnerstag, 12. Dezember 2013

Leckere Drinks gegen Migräne: Info und 3 Rezepte

Von angelika_barth | Fit & Gesund – 

Heftige, pulsierende Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit, manchmal sogar Erbrechen – eine Migräne-Attacke hat es in sich und kann bis zu drei Tagen dauern. 
Etwa zehn Millionen Deutsche sind regelmäßig davon betroffen. 

Die Auslöser sind vielfältig: 
Stress, Schlafmangel, Wetterumschwung, aber auch die falsche Ernährung spielen eine große Rolle. Ökotrophologin Marion Jetter verrät, wie Sie sich als Kopfschmerz-Patient am besten ernähren sollten und stellt drei leckere Anti-Migräne-Drinks vor.

Wie entsteht Migräne?
Heute sind 234 unterschiedliche Kopfschmerzarten bekannt, darunter 23 verschiedene Migräne-Formen. 
Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Während eines Migräne-Anfalls ist der Energieumsatz im Gehirn erhöht. Große Mengen an Entzündungsstoffen werden freigesetzt und lassen den Kopfschmerz entstehen. „Bei den meisten Menschen ist die Migräne genetisch bedingt“, weiß Ernährungswissenschaftlerin Marion Jetter. „Das Gehirn ist übererregbar und arbeitet besonders schnell und aktiv. Das Nervensystem steht permanent unter Hochspannung und reagiert besonders empfindlich auf äußere Reize.“ Individuelle Faktoren wie Stress, Hunger, Hektik oder auch plötzliche Ruhe am Wochenende, lösen dann eine Migräne-Attacke aus.



Ungünstige Lebensmittel
Nicht nur bestimmte Lebensumstände, auch einige Nahrungsmittel begünstigen die Migräne zusätzlich. Einige Lebensmittel sind bekannt dafür, dass Sie bei vielen Patienten Migräne-Attacken auslösen. 
Ökotrophologin Marion Jetter hat sich in ihrem Buch „111 Rezepte gegen Migräne“ (Schlütersche, 19,95 Euro) ausführlich mit diesem Thema beschäftigt. Schuld an den immer wiederkehrenden, heftigen Kopfschmerzen könnten auch bei Ihnen folgende Lebensmittel sein: 
Zucker (v.a. Schokolade), Alkohol (v.a. Rotwein und Sekt), Eiweiß in gereiftem Käse, Nüsse, eingelegter Fisch, geräuchertes Fleisch, Geschmacksverstärker in Fertigprodukten, zu viel Fett und zu wenig Flüssigkeit. „Leider ist Kaffee bei Migräne häufig auch nicht empfehlenswert“, weiß die Expertin. „Kurzzeitig verschafft Ihnen das enthaltene Koffein vielleicht sogar Linderung, aber auf längere Sicht erweitert es die Arterien im Kopf und das verstärkt dann Ihre Migräne nur zusätzlich.“

Richtig essen und trinken
Mit ein paar grundlegenden Ernährungsregeln können Sie dazu beitragen, dass Ihre Migräne-Attacken möglichst selten auftreten. 
Setzen Sie auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung. Essen Sie z.B. morgens Müsli mit Joghurt und Früchten, ein kohlenhydratreiches Mittagessen (z.B. Pasta mit Gemüse) und ein leichtes Abendessen (z.B. Fisch mit Salat). 

Als Zwischenmahlzeit eignen sich Obst oder Vollkorngebäck. Meiden Sie Weißmehlprodukte und essen Sie viele Vitamine, Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren (v.a. in Seefisch) und: „Trinken Sie einmal täglich einen Migräne-Drink. Die Mix-Getränke unterstützen eine ausgewogene Ernährung und lassen Ihre Migräne-Attacken seltener werden“, sagt Marion Jetter.



Leckere Anti-Migräne Drinks

Hier kommen drei einfache Rezepte - jeweils für eine Person - aus dem aktuellen Buch der Ernährungswissenschaftlerin:

Heidelbeer-Kefir
100 g (TK-) Heidelbeeren, ungezuckert
2 EL Vollkorn-Haferflocken
200 ml Kefir

Heidelbeeren mit Haferflocken und Kefir pürieren. Schmeckt einfach lecker und gesund!

Zitrus-Smoothie
125 ml Grapefruitsaft, ungezuckert
125 ml Fruchtmolke, ungesüßt
100 g (TK-) Erdbeeren, ungezuckert
¼ Salatgurke, püriert
3 EL Kokosmilch, ungesüßt

Grapefruitsaft mit Fruchtmolke mischen. Erdbeeren und Gurke pürieren und zufügen. Kokosmilch unterrühren. Der Vitamin-Kick unter den Drinks!

Ingwer-Schoko-Milch
¼ l Milch, fettarm
2 TL echtes Kakaopulver
1 TL frisch geriebener Ingwer

Milch mit Kakaopulver verrühren und erwärmen, dann den Ingwer unterrühren. Köstlich an kalten Wintertagen!

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"Die Bedeutung von Stress in der Pathogenese des Vorhofflimmerns" : Forschung zu stressbedingtem Vorhofflimmern

Artikel link: derStandard.at
11. Dezember 2013


Eine für zwei Jahre angelegtes Forschungsprojekt soll die Wirkungsmechanismen zwischen Stress und Vorhofflimmern klären

München
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung, die auch im Zusammenhang mit Stress auftritt. 
Zwar wird Vorhofflimmern im Gegensatz zu Kammerflimmern nicht zu den lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen gezählt, die Sterblichkeitsrate von Vorhofflimmer patienten im Vergleich zu Gleichaltrigen mit einem normalen Herzrhythmus ist jedoch doppelt so hoch. 

Dafür mitverantwortlich ist die Gefahr einer Blutgerinnselbildung in den Herzvorhöfen, die im Fall einer Streuung in das hirnversorgende Gefäßsystem zum Schlaganfall führen kann.


Um diese gefürchtete Komplikation des Vorhofflimmerns zu vermeiden, müssen die meisten Patienten mit dieser Rhythmusstörung konsequent Gerinnungshemmer einnehmen. Zudem steht für die betroffenen Patienten oft auch eine deutliche Verminderung der Lebensqualität mit starkem Leidensdruck im Vordergrund, nicht selten verbunden mit der Notwendigkeit einer dauerhaften Medikamenteneinnahme.

In ihrer Studie "Die Bedeutung von Stress in der Pathogenese des Vorhofflimmerns" widmet sich Gertrud Goppel, Fachärztin für Innere Medizin am Klinikum der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) München, der bislang ungeklärten Fragestellung nach dem Mechanismus, der Stress mit Vorhofflimmern verbindet. 

Forschungsfeld Fußball-WM

Bereits in der World Cup Event-Studie von 2006 konnte die Forschungsgruppe den Einfluss von emotionalem Stress auf das Auftreten von akuten Herzereignissen und Herznotfällen nachweisen: "Während der sieben Tage mit WM-Spielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft stieg das Risiko nicht nur für das Auftreten von Herzinfarkten, sondern auch für Herzrhythmusstörungen, insbesondere Vorhofflimmern, deutlich an. Nun stellt sich die Frage, wie genau es über Stress zur Ausbildung von Vorhofflimmern kommt", erläutert Goppel.

Zunächst überprüft das Forscherteam, ob bei prinzipiell herzgesunden Patienten unter 65 Jahren mit neu aufgetretenem Vorhofflimmern eine vermehrte Stressbelastung im Vergleich zu einer gesunden Testgruppe vorliegt. Eine strukturelle oder funktionelle Veränderung der Herzmuskulatur oder eine andere, erkennbare Grunderkrankung muss zuvor als Ursache des Vorhofflimmerns ausgeschlossen sein.


Stressbelastung als Messgröße

Patienten und Kontrollpersonen werden zunächst einer Charakterisierung der Stressbelastung unterzogen. 
Diese beinhaltet die Erfassung von chronischer Stressbelastung (von mehr als drei Monaten) und der Alltagsstressbelastung durch zwei psychometrische Tests. Diese liefern jeweils Stress-Scores, wobei eine Unterscheidung zwischen Personen mit hoher Stressbelastung und solchen mit geringer Stressbelastung erfolgt.

Bei allen Studienteilnehmern soll ein EKG sowie ein Herzultraschall durchgeführt und der psychosoziale Status erhoben werden. Hierbei spielen etwa vorbekannte psychiatrische Erkrankungen, insbesondere Depressionen oder Angststörungen, aber auch die soziale Situation sowie selbst genannte Stressfaktoren eine Rolle. 
Zudem werden alle Studienteilnehmer auf die Freisetzung von bekannten, im Rahmen von Stress freigesetzten Stressmolekülen und Entzündungsmediatoren im Blut untersucht.

Zum Thema:

Vorhofflimmern: MRT zeigt, wann Katheter-Eingriff zielführend ist

Neue Verödungsmethode bei Vorhofflimmern

Vorhofflimmern geht häufig mit Depressionen einher

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